Naturierung Ebersdorfer Bach
C-Ebersdorf
Der Ebersdorfer Bach stellt die Oberflächenentwässerung der Ortslage Chemnitz – Ebersdorf entlang der Mittweidaer Straße sicher. Im Zuge von Starkregenereignissen kommt es zu Überflutungen des Oberliegers. Eine hydraulische Berechnung ergab, dass die Führung des Gewässers über eine Länge von etwa 20 m in einem geschlossenen Ei-Profil keine ausreichende hydraulische Leistungsfähigkeit zum Abführen von Starkregenereignissen aufweist. Somit ergibt sich im Zusammenspiel mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie die Notwendigkeit, den geknickten Gewässerabschnitt hydraulisch günstiger und naturnaher zu gestalten. In Zusammenarbeit mit unserem Partner BÖGER + JÄCKLE & Partner Ingenieurgesellschaft mbH erarbeiteten wir die Ingenieur-, Tragwerks- und Freianlagenplanung. Als Vorzugsvariante wurde sich auf einen geraden Gewässerverlauf mit naturnaher Gestaltung verständigt.
Das Ziel des Entwurfes ist die Umverlegung des Gewässer anhand eines Durchlasses aus Betonfertigteilen. Die Zufahrten des Ober- und Unterliegers werden infolge dessen ebenso umverlegt und an die neue Höhenlage angepasst. Weiterhin ist die Lage der Leitungsbestände zu beachten und ggf. umzuverlegen. Durch ingenieurbiologische Bauweisen soll die Baumaßnahme förderfähig werden. Die Böschungssicherung wird teilweise als Steinsatz in Form und Maß einer Mauer vorgesehen. Der Steinsatz läuft in eine Steinschüttung als Fußsicherung aus. Die Steinschüttung erhöht die Rauigkeit und verstärkt damit die Sedimentation der Gewässersohle. Des Weiteren werden trocken gesetzte Wasserbausteine als Fußsteinsicherung verwendet. Diese werden versetzt angeordnet und rau gestaltet, um eine maximale Strömungsvielfalt herzustellen. Die Sohle des Durchlasses wird mind. 0,20 m unter Gewässersohle eingebunden, um eine Sohlausbildung aus gleichartigem Sohlsubstrat des angrenzenden Gewässerabschnittes zu ermöglichen.