Hochwasserrückhaltebecken Gründbach
Glauchau
Das ibb wurde seitens der Stadt Glauchau beauftragt, Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz am Gründbach in den Glauchauer Ortsteilen Gesau und Höckendorf zu planen. Anlass dafür waren wiederholte Überschwemmungen im Bereich der Querung mehrerer Grundstücke der Meeraner Straße durch den Gründbach und die Vorlage des Hochwasserrisikomanagementplanes. Das Gewässer 2. Ordnung ist in diesem Abschnitt teilverrohrt und überbaut. Der Rohrquerschnitt von DN 600 ist bei Starkregen jedoch nicht ausreichend dimensioniert, um das gesamte anfallende Oberflächenwasser schadlos abführen zu können. Durch den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens mit einem Rechteckdurchlass und Drossel- und Überlaufbauwerk, soll nunmehr das Schutzziel verbessert werden.
Im Verlauf des Planungsprozesses wurden verschiedene Varianten des Vorhabens untersucht. Es ging dabei vorwiegend um die Findung des optimalen Standortes für das Bauwerk in Abhängigkeit von der Größe der Überflutungsfläche im Hochwasserfall, der Vermeidung von Gehölzfällungen sowie Flächenzerschneidungen, der Anbindung, der Erfassung eines möglichst großen Einzugsgebietes sowie der Höhe der Eindeichung und den damit in Relation stehenden Erdmassenbewegungen, Flächenbedarf und Durchlasslänge.
Mit der landschaftspflegerischen Begleitplanung wurden die Schutzgüter des Naturhaushaltes analysiert, beschrieben und bewertet. In Verbindung mit der technischen Planung wurden Konflikte analysiert und Eingriffe durch entsprechende Maßnahmen vorrangig vermieden sowie gemindert. Unvermeidbare Beeinträchtigungen wurden herausgearbeitet und daraus der Kompensationsbedarf abgeleitet. Im Sinne der CEF-Maßnahmen sind geeignte Höhlenbrüterkästen im unmittelbaren Umfeld anzubringen. Schlussendlich konnte durch eine flächige Gehölzpflanzung auf einem anderen Flurstück in der Gemarkung Gesau die unvermeidbaren Beeinträchtigungen ersetzt werden.