Naturschutzfachliche Untersuchungen für Errichtung und Betrieb des Hochwasserrückhaltebeckens
Bobritzsch-Hilbersdorf
Am Flusslauf der Bobritzsch wurde zwischen den Ortslagen Oberbobritzsch (Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf) im Landkreis Mittelsachsen und Friedersdorf (Gemeinde Klingenberg) im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge der Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens geplant. Dafür waren umfangreiche Rodungsmaßnahmen notwendig, die in zwei Abschnitten durchgeführt wurden. Des Weiteren sollten die zwei Brücken der alten Bahnanlage über der Bobritzsch sowie dem Weiher am Bahndamm abgerissen werden. Der ehemalige Bahndamm sollte ebenfalls zurückgebaut werden. Im Zuge der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) war die Betroffenheit der Artengruppe Brutvögel, Fledermäuse sowie des Kammmolches und der Waldeidechse festgestellt worden. Für diese Artengruppen wurde geeignete Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen festgesetzt.
Als Maßnahme zur Bauvorbereitung wurde eine aktuelle Baumhöhlen- und Horstkartierung in den Rodungsbereichen durchgeführt. Es folgte eine Besatzkontrolle sowie eine Einschätzung zur Eignung als Winterquartiere für Fledermäuse. Des Weiteren wurde die aktuelle Population des Kammmolches im Weiher am Bahndamm (Reusenfang) sowie der Waldeidechse im Bahndammbereich aufgenommen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse konnten Empfehlungen zur Durchführung der angedachten Vermeidungs- und Umsiedelungsmaßnahmen gegeben werden.
Die Ergebnisdarstellung erfolgte als Gutachten einschließlich Darstellungen in Karten und Fotos.