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Umwelt

UBB Schloss Sachsenburg

Frankenberg (Sachsen)

Bereich:
Icon Bereich Umwelt
Projektgröße:
Blatt Blatt Blatt
Groß
Dauer:
4 Jahre

Das Schloss Sachsenburg im sächsischen Fankenberg stellt ein überregional bedeutendes Kulturgut dar. Mit der Kernsanierung des Schlosses wurde eine kontinuierliche Umweltbaubegleitung erforderlich, die die Umsetzung von artenschutzrechtlichen Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen sowie die Ausführung von Kompensationsmaßnahmen überwacht. Hierzu wurden wir von der Stadt Frankenberg beauftragt, die vierjährigen Bauarbeiten zu begleiten.

Zunächst war die Umsiedlung eines Turmfalkenpärchens von der Südfassade des Wohnschlosses in nahe gelegene Ersatznistkästen zu planen und die Umsetzung zu koordinieren. Kontinuierlich war die Zugänglichkeit der Dach- und Kellerräume für Fledermäuse sicherzustellen. Erst im Zuge der Leistungserbringung wurde das Ausmaß der individuenstarken lokalen Population der Mauereidechse deutlich. Nahezu mit jeder Begehung bei günstigen Witterungsverhältnissen konnten bereits nach kürzester Zeit Individuen der Art vorgefunden werden. Natürliche Vorkommen von Podarcis muralis sind zwar auf den südwestlichen Teil der Bundesrepubilk beschränkt, es wurden jedoch 2003 im Raum Frankenberg Mauereidechsen ausgesetzt. Diese Tiere haben sich bis zu den Hängen der Sachsenburg ausgebreit und werden als Bereicherung eingeschätzt, da keine invasive Ausbreitung oder Verdrängung einheimischer Arten zu befürchten ist. 

Ebenfalls überwachten wir die Baustelle bezüglich artenschutzrechtlicher Sachverhalte und berieten den Bauherren themenbezogen. Zur Überwachung waren wir in unregelmäßigen Abständen etwa alle vier Wochen vor Ort, um Bauentwicklungen im Bezug auf relevante Vorgänge einschätzen zu können. 


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