Ufermauer am Luxor
Chemnitz
Am Veranstaltungszentrum Luxor entstand eine elegante Uferstützmauer, die sich in das Ensemble und die Umgebung bestens integriert. Das Bauvorhaben befand sich in der Innenstadt von Chemnitz an der Fabrikstraße/Hartmannstraße. Durch das Sommerhochwasser 2013 sowie durch Wurzeltreiben der am Mauerkopf gelegenen Bäume wurde die Uferstützwand schwer geschädigt und ein Ersatzneubau wurde erforderlich. Geplant wurde eine „Überschnittene Bohrpfahlwand“.
Die Stützwand wurde nach dem sogenannten Pilgerschrittverfahren hergestellt. Bei dieser Ausführung ist der Achsabstand der Pfähle kleiner als der Pfahldurchmesser. Zunächst wurden die sogenannten Primärpfähle (jeder zweite Pfahl) gebohrt und unbewehrt betoniert. Um die gleichmäßigen Bohrpfahlabstände einhalten zu können, wurde zuerst eine Bohrschablone hergestellt, durch die die Pfähle dann gebohrt wurden. Nach dem Abbinden des Betons wurden die dazwischen liegenden Sekundärpfähle gebohrt, wobei die Sekundär- in die Primärpfähle einschneiden. Die Sekundärpfähle wurden bewehrt ausgeführt. Insgesamt beinhaltete die Baumaßnahme 105 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 88 cm und einem 1,08 m breiten Kopfbalken. Die Ansichtsfläche der Wand wurde zur optischen Anpassung an die umliegenden Uferwände mit einer 20-30 cm starken Verblendung aus Natursteinmauerwerk versehen.
Das ibb erbrachte die Objektplanung des Ingenieurbauwerks, die Tragwerksplanung sowie die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination.