Ufersanierung am Steg Lohrstraße
Chemnitz
Unterhalb eines Fußgängersteges an der Chemnitz war es im Zuge eines Hochwasserereignisses zu Ausspülungen gekommen. Das Ufer war im Bereich eines Wohngebäudes zwar mit Holzbuhnen gesichert, jedoch waren diese stark verrottet. Mit dem Hochwasser wurden sie weiter beschädigt und somit der Böschungsfuß aus- und unterspült.
Die Sanierung erfolgte aus dem Fluss heraus mittels Steinsatz ohne Beton. Nach dem Setzen einer Fußsteinreihe wurde der Steinsatz mit einer Neigung von 0,5 : 1 bis zu einer Höhe von bis zu 5 m ausgeführt. Eine Ausführung vom Gewässer aus war notwendig, da der Bauort auf Grund des unmittelbar am Ufer gegründeten Gebäudes von oben (Landseite) nicht erreichbar ist. Es wurde daher eine sehr steile Abfahrt ins Gewässer und eine Baggeraufstandsfläche im Gewässer mit vorhandenem Geschiebe hergestellt. Das Material des Geschiebes wurde nach Abschluss der Arbeiten im Gewässer belassen und im Fußbereich des Steinsatzes modelliert. Herausfordernd war das vom Naturschutz vorgegebene sehr kurze Zeitfenster für die Bauzeit. Der Steinsatz und die Fläche der Zufahrt wurden nach Fertigstellung, mittels vor Ort gewonnenen Weidenstecklingen befestigt. Auf der Böschungskrone wurden darüber hinaus Ziersträucher sowie ein Solitärbaum gepflanzt.
Der Fußgängersteg wurde bereits durch das ibb in den frühen 90er-Jahren geplant und Bauwerksprüfungen im Vorfeld der Ufersanierung durchgeführt.