Agricola-Gymnasium
Chemnitz
Das in den 1920er-Jahren errichtete Agricola-Gymnasium bildet gemeinsam mit den benachbarten Gebäuden ein architektonisch herausragendes Ensemble. Es entstand auf einem Teil des alten Johannesfriedhofes und steht aufgrund seiner klaren, zurückhaltenden Gestaltung sowie der charakteristischen Verwendung von rotem Klinker unter Denkmalschutz. Gebäude und Außenanlagen - einschließlich der Umfassungsmauern, des Trafohauses, der Vorgärten und der Treppenanlagen - sind als ganzheitlicher Entwurf konzipiert. Entsprechend waren sämtliche Maßnahmen, auch im Außenbereich, eng und sorgfältig mit der Denkmalbehörde abzustimmen.
Die Turnhalle und das Schulgebäude wurden einige Jahre zuvor durch die Stadt Chemnitz saniert. Den letzten, aber nicht unwesentlichen Bauabschnitt, stellte die Sanierung der Hoffläche, der Sportanlage und der Umfassungsmauer dar. Wichtiges Augenmerk lag hier vor allem in den denkmalpflegerischen Maßstäben für die Sanierung der Außenanlage, insbesondere für die verschiedenartigen Umfassungsmauern des Schulhofes. Dieser historische Bestand an Gartenmauern sowie der vorhandene Bestand an Großbäumen waren unbedingt zu erhalten. Der Vorgartenbereich mit den historischen Mäuerchen und der Eingangsbereich wurden teilsaniert und wiederhergestellt. Modernere Ansprüche wurden an die Planung der Außenanlage hinsichtlich des Schulsportes, der Pausengestaltung sowie der Einordnung von Müll- und Stellplätzen gestellt.
Die 100-Meter-Laufbahn sowie das multifunktionale Ballspielfeld (Hand-, Basket- und Volleyball) wurden mit einem Kunststoffbelag versehen, die Weitsprunganlage wurde in Tennenbelag realisiert, die Kugelstoßanlage wurde als Rasenfläche ausgeführt. Zusätzlich wurde eine Gymnastikwiese angelegt.