Wohnquartier am naturnahen Gewässer
Chemnitz-Hutholz
Am Rande des Heckert-Gebietes in Chemnitz am Hutholz wurde ein hochwertiges Wohnquartier auf einer ehemaligen Militärbrache entwickelt. Hierfür erarbeiteten wir eine Vielzahl an Fachplanungen aus einer Hand:
- Grünordnungsplan einschließlich Gestaltungskonzept des Wohnquartiers
- Umweltbericht einschließlich naturschutzrechtlicher Eingriffsregelung
- Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
- Landschaftspflegerische Ausführungsplanung
Während der artenschutzrechtlichen Kartierungen stellte sich heraus, dass ein ursprünglich improvisiertes Regenrückhaltebecken zur Entwässerung des Bauerwartungslandes als Fortpflanzungsstätte für Amphibien und Lebensraum für zahlreiche Libellen dient.
Bei der Planung des Vorhabens sollte dieses auch weiterhin als Regenrückhaltebecken bestehen bleiben, jedoch in seiner Form und Lage verändert werden. Daraus hat sich eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme (CEF-Maßnahme) entwickelt, bei der das Regenrückhaltebecken ebenfalls zu einem naturnahen Biotop, insbesondere für Amphiben und Libellen, entwickelt werden sollte.
In Kooperation mit einem externen Planungsbüro für die Erschließung des Plangebietes, wurde ein Gewässer entwickelt, das eine entsprechende Zwischenspeicherung des anfallenden Regenwassers gewährleistet und einen ökologisch wertvollen Lebensraum für verschiedene Arten darstellt. Dazu wurden die Uferbereiche deutlich abgeflacht und unter Beachtung der geplanten Wasserstände in verschiedene Zonen unterteilt. Weiterhin erfolgte eine Initialbepflanzung mit geeigneten heimischen Pflanzen.
Nach anfänglichen Bedenken der Unteren Naturschutz- und der Unteren Wasserbehörde, erfolgte die vorgezogene Umsetzung der Maßnahme, welche im Herbst mit der Abnahme der Bepflanzung endete. Nach eineinhalb Jahren erfolgte eine gemeinsame Nachbegehung mit der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Wasserbehörde, bei der bereits Erfolgsergebnisse sichtbar wurden.